Feriensprachkurse für Kinder mit Migrationshintergrund

Entstanden in einem vhs-Feriensprachkurs

14 rheinland-pfälzische Volkshochschulen beteiligen sich zur Zeit an dem Projekt "Feriensprachkurse für schulpflichtige Kinder mit Migrationshintergrund". Sie bieten schulpflichtigen Kindern mit Migrationshintergrund in den Oster-, Sommer- und Herbstferien kostenlose Deutsch-Sprachkurse an, die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis. Die Kurse umfassen 40 Unterrichtsstunden und setzen mit maximal acht Teilnehmern auf kleine Gruppen. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, die kein oder nur wenig Deutsch sprechen. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung mündlicher Sprachkompetenz.

Die Feriensprachkurse gehen auf eine Zielvereinbarung zurück, die die Landesregierung mit dem Volkshochschulverband erstmals 2009 geschlossen hat und die im Januar 2011 erneuert wurde. Sie wird im Rahmen des Integrationskonzeptes "Verschiedene Kulturen – Leben gemeinsam gestalten“ umgesetzt.

Gute Sprachkenntnisse Voraussetzung für gute Lebenschancen

"Gute Sprachkenntnisse sind Voraussetzung für Bildung und gute Lebenschancen. Das gilt vor allem für unsere zugewanderten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Nur wenn sie die deutsche Sprache beherrschen, haben sie die Möglichkeit, wirklich am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzuhaben und ihre Potenziale auszuschöpfen. Daher müssen und möchten wir jede Möglichkeit eröffnen, Sprache zu erlernen und anzuwenden“, sind sich Integrationsministerin Irene Alt und Bildungsministerin Doris Ahnen einig. "Mit den Volkshochschulen als unseren zuverlässigen Kooperationspartnern sind wir auch in diesem Jahr wieder in der Lage, gleich zu Beginn der Sommerferien landesweit Sprachkurse anzubieten."

Die Lehr- und Lernmittel stellt das Bildungsministerium bereit, ebenso die Rahmenpläne "Deutsch als Zweitsprache“. "Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen ist eine Investition in die Zukunft“, so die an der Föderung beteiligten Ministerinnen Irene Alt (Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen) und Doris Ahnen (Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur) übereinstimmend.

Das Land hat sein Angebot an Feriensprachkursen für Kinder mit Migrationshintergrund damit weiter ausgeweitet und stellt im Jahr 2011 dafür 50.000 Euro zur Verfügung, damit lassen sich bis zu fünfzig dieser kostenlosen zweiwöchigen Kurse realisieren. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 37 Kurse mit 36.560 Euro gefördert.

Details zur Durchführung:

  • Es wird ein zweiwöchiger Ferienkurs angeboten, der vor- oder nachmittags stattfindet.
  • Berücksichtigt werden sollen vorrangig Kinder, die seit weniger als einem Jahr in Deutschland sind.
  • In den Kursen liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung mündlicher Sprachkompetenz. Eine Vermittlung der Schriftsprache steht nicht im Vordergrund.
  • Die Gruppengröße beträgt 3 bis 8 Kinder
  • Altersstruktur: Entweder GS-Kurs mit Kindern vom 3. bis 5. Schuljahr oder Sek.-I -Kurs mit Kindern vom 6. bis 8. Schuljahr.

 

 

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