Landesverband Rheinland-Pfalz

Pressemitteilungen 2017

29.06.2017

Rheinland-pfälzische Volkshochschulen stellen wichtige Weichen für das digitale Lernen

Abschlusstagung im Projekt „Implementierung von Weblernen in Volkshochschulen“

Mainz, 29.06.2017 Das Thema Digitalisierung spielt in den Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz eine zentrale Rolle – Wie kann die Digitalisierung in den Kursalltag integriert werden? Mit dieser Frage haben sich die Volkshochschulen in dem vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz geförderten Projekt „Implementierung von Weblernen in Volkshochschulen“ beschäftigt, das nun mit der heutigen Abschlusstagung endet.

Acht ausgewählte Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz wurden mit fachlicher Unterstützung von medien+bildung.com über ein Jahr lang bei der Erweiterung ihrer Bildungsarbeit durch die Nutzung von Weblernen beraten und begleitet, um neue Lernformen zu erproben und neue Zielgruppen für die Volkshochschulen zu erschließen. Jetzt stellten sie Best practice-Beispiele und Gelingensfaktoren für die Implementierung von Weblernen vor.

„Die Volkshochschulen haben als die größten Weiterbildungsträger eine wichtige Funktion bei der Digitalisierung der Weiterbildungslandschaft in Rheinland-Pfalz“, unterstrich Sabine Caron vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und freut sich über die vielen Anregungen und Initiativen, die im Laufe des Projektes entstanden sind.

Steffi Rohling, Direktorin des Verbandes der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz, betont: „Seit ihren Anfängen gestalten die Volkshochschulen gesellschaftliche und technologische Veränderungen mit. Auch beim Thema Digitalisierung gilt: Zum einen verankern die Volkshochschulen das digitale Lernen in ihren eigenen Häusern, zum anderen bereiten sie die Menschen noch besser auf die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt und der Wissensgesellschaft vor. Wichtig ist uns aber auch, die Medienkompetenz der Menschen zu stärken“.

Im Rahmen des Projektes wurden nach den Erstberatungen vor Ort, Digicircles in Rheinhessen und der Pfalz eingerichtet, also Arbeitskreise von regionalbenachbarten Volkshochschulen, die mit fachlicher Expertise von medien+bildung.com moderiert wurden, um die Implementierung von Weblernen für die Volkshochschulen handhabbarer zu machen. Die beteiligten Volkshochschulen tauschten sich über ihre jeweiligen „Leuchtturmprojekte“ aus und identifizierten ihren Fortbildungsbedarf. Auf den Weg gebracht wurden beispielsweise eine Vortragsreihe zu Erziehungsthemen der vhs Kirn mit Webinaren, die Schaffung eines Bereiches „Gesundheit online“ im Programm der vhs Bingen, Online-Phasen im Kurs „Wiedereinstieg für Migrantinnen in den Beruf“, die Implementierung der Lernplattform „Ich-will-Deutsch-lernen.de“ und „Ich will lernen.de“ in einem Alphabetisierungskurs und die Teilnahme am Xpert Business Lernnetz.

Jetzt gilt es, die gewonnenen Erfahrungen mit den anderen Volkshochschulen und Weiterbildungsträgern in Rheinland-Pfalz zu teilen. Dank der Verzahnung des Projektes mit der Umsetzung des Masterplans Erweiterte Lernwelten des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV) ist ein nachhaltiger Nutzen für die Volkshochschularbeit geplant und sichergestellt.

An dem Projekt beteiligen sich folgende Volkshochschulen: vhs Bad Bergzabern, vhs Bingen, vhs Frankenthal, vhs Kirn, vhs Kaiserslautern, vhs Rhein-Pfalz-Kreis, kvhs Mainz-Bingen und vhs im WBZ Ingelheim.

 

 

12.05.2017

Wichtiger Schritt für die Integration von Zuwanderern -

Neue Lehrkräfte Deutsch erhalten Zertifikat an der vhs Ludwigshafen

Ludwigshafen, 12. Mai 2017. 25 Lehrkräfte an Volkshochschulen erhielten heute in einer feierlichen Stunde ihre Abschlusszertifikate zur „Lehrkräftequalifizierung Deutsch“, einem Pilotprojekt des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV), seiner Tochtergesellschaft telc und des vhs-Landesverbandes. Die angehenden Dozenten können als Deutschlehrer unter anderem in Kursen für Flüchtlinge und Asylbewerber unterrichten und so bei der Integration von Zugewanderten an Volkshochschulen aktiv mitwirken.

Die Nachfrage an qualifizierten Lehrkräften ist durch die aktuelle Zuwanderung immens gestiegen. Der DVV, die vhs-Landesverbände und die telc entwickelten daher ein bedarfsorientiertes und praxisnahes Fortbildungskonzept, das nun an der Volkshochschule Ludwigshafen als einem der bundesweiten Pilot-Standorte erprobt und wissenschaftlich begutachtet wurde. „Die Volkshochschule Ludwigshafen hat sich mit ihren Angeboten, die weit über die Integrationskurse hinausgehen, als ein wichtiger und verlässlicher Partner für die Stadt erwiesen. Dass sie nun auch in diesem bundesweiten Projekt als Pilotstandort ausgewählt wurde, zeigt ihre hohe Kompetenz und ihr großes Engagement“, betont Bürgermeister Wolfgang van Vliet.

Barbara Scherer, Mitglied im Vorstand des vhs-Landesverbandes, sieht die neue Lehrkräftequalifizierung als einen weiteren wichtigen Baustein für die erfolgreiche Integrationsarbeit in den rheinland-pfälzischen Volkshochschulen: „Unsere hochqualifizierten Dozenten sind ein wichtiger Garant dafür, die Integration von Zuwanderern voranzutreiben.“

Gemeinsam mit den Trainerinnen und Trainern erarbeiten sich die Teilnehmenden Kenntnisse für einen zeitgemäßen und handlungsorientierten Unterricht, unabhängig davon, ob es sich um Integrationskurse oder andere Kurse für Flüchtlinge und Asylbewerber handelt. Die heute ausgezeichneten Dozentinnen und Dozenten vertieften in der insgesamt 12 Workshops umfassenden Weiterbildung ihre Kenntnisse in den Bereichen Unterrichtsplanung, Grammatik- und Wortschatzvermittlung, sie erarbeiteten aber auch Konzepte zur Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Lernbegleitern.

Arzu Belgin ist eine der Absolventinnen dieses umfangreichen Lehrgangs. Sie ist begeistert von den vielen Anregungen und Impulsen, die sie erhalten hat und freut sich nun, ihre Kenntnisse in ganz unterschiedlichen Kursen der Volkshochschule Ludwigshafen einbringen zu können. „Ob ‚Mama lernt Deutsch‘, Asylbewerberkurse oder auch die Feriensprachkurse für Kinder – ich finde es toll, mich jetzt für all diese Kurse qualifiziert zu haben und damit vielen Kursteilnehmerinnen und –teilnehmern die Integration in Deutschland erleichtern zu können.“

 

 

28.4.2017

Kommunen entwickeln Grundbildungsplan

Regionale Auftaktveranstaltung zum Volkshochschulprojekt „AlphaKommunal – Transfer. Kommunale Strategie für Grundbildung“

Mainz, 28.04.2017. Zum regionalen Auftakt des Projekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „AlphaKommunal – Transfer“ lud der Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz heute zu einem ersten Arbeits- und Vernetzungstreffen ein. In Mainz diskutierten Vertreterinnen und Vertreter des Weiterbildungsministeriums, des Landkreistages, der Kommunen Neuwied, Worms und Südliche Weinstraße sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der landesweiten Grundbildungs- und Alphabetisierungsarbeit die Frage, wie sich durch gemeinsame Anstrengungen Grundbildungsangebote flächendeckend in Rheinland-Pfalz verankern lassen.

Das Projekt „AlphaKommunal – Transfer. Kommunale Strategie für Grundbildung“ wird vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) koordiniert und mit Mitteln des BMBF gefördert. Die Referentin im AlphaKommunal-Projekt Katharina Donath vom DVV beglückwünscht den Volkshochschulverband von Rheinland-Pfalz, der sich zusammen mit den Städten Neuwied und Worms sowie dem Landkreis Südliche Weinstraße erfolgreich als Modellregion in der bundesweiten Ausschreibung beworben hatte.

"Kommunen in Deutschland verfügen über vielfältige Ansatzpunkte und Möglichkeiten, den nachholenden Erwerb von Grundbildung zu fördern, weil sie nah an den Menschen sind. Und ihre Volkshochschulen vor Ort sind in der Lage, passgenaue Lernangebote zu entwickeln“, sagt Steffi Rohling, Direktorin des Verbandes der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz.

Ob im Arbeitsleben oder in der Freizeit - für Menschen ohne Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben, Rechnen oder im EDV-Bereich ist gesellschaftliche Teilhabe besonders schwer. Die in einer Studie der Universität Hamburg im Jahr 2011 veröffentlichten Zahlen über die tatsächlichen Ausmaße des funktionalen Analphabetismus in Deutschland schreckten daher auf: 7,5 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben, das entspricht 14 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung.

„Die Landesregierung hat Grundbildung und nachholende Alphabetisierung ganz oben auf der bildungspolitischen Agenda verortet. Deshalb freuen wir uns ganz besonders über dieses neue Projekt des Volkshochschulverbandes“, so Rainer Christ, Referent im rheinland-pfälzischen Weiterbildungsministerium.

Jetzt sollen Strategien für die kommunale Grundbildungsplanung entwickelt werden. Der Beigeordnete des Landkreistages Rheinland-Pfalz, Harald Pitzer, dazu: „Kommunale Angestellte kommen im Rahmen ihrer Arbeit häufig in intensiven Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern. Daher ist der Ansatz des Projektes, Mitarbeitende der Jobcenter, Bürgerämter, Jugendämter oder Kindertagesstätten im Erkennen sowie in der beratenden Ansprache von funktionalen Analphabeten zu sensibilisieren, richtig.“

Für Kommunen ist Grundbildungsplanung ein Instrument der Arbeitsförderung, um Potenziale für das Gemeinwesen und die Wirtschaft zu mobilisieren und soziale Transferkosten zu senken. In diesem Zusammenhang erklärt Herr Mang, Beigeordneter der Stadt Neuwied und kommissarischer Werksleiter der vhs Neuwied: „Unsere Volkshochschule verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung in Form verschiedener Beratungs- und Kursangebote sowie Projekte. Mit dem Projekt können wir jetzt ganz neue Schwerpunkte in der Alphabetisierung setzen.“

Auch in Worms haben Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse an der Volkshochschule eine lange Tradition. „Durch die Einbindung der öffentlichen Verwaltung beabsichtigen wir nun, Grundbildungsplanung nachhaltig auf die kommunale Bildungsagenda zu setzen“, so Sarah Mühleck, die Leiterin des Fachbereiches Arbeit, Beruf und Grundbildung an der Wormser Volkshochschule.

Und Monika Kukyte, die Leiterin in der Kreisvolkshochschule Südlichen Weinstraße erklärt für ihren Landkreis: „Ein Schwerpunkt der Projektumsetzung vor Ort soll auf der Implementierung einer kommunalen Grundbildungsstrategie liegen. Hierzu wird die Kreisvolkshochschule das Projektvorhaben gegenüber relevanten Netzwerkpartner/-innen in der Kommune kommunizieren und diese einbinden.“

Weitere Informationen auf: http://grundbildung.de/projekte/alphakommunal-transfer.html

1.4.2017

Gemeinsam vhs-Zukunft gestalten

Mitgliederversammlung der rheinland-pfälzischen Volkshochschulen am   1. April 2017 in Trier

Trier, 01.04.2017. „Gemeinsam vhs-Zukunft gestalten“ - mit diesem Motto verabschiedeten die 69 rheinland-pfälzischen Volkshochschulen heute auf der Mitgliederversammlung im Trierer Robert-Schumann-Haus ihr neues Zukunftsprogramm.

In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und leerer Kassen ist die Unterstützung der Politik von Land und Kommune von elementarer Bedeutung. Gleichzeitig arbeiten die Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz selbst an der Zukunftsfähigkeit ihrer Einrichtungen und starten dazu einen internen Entwicklungsprozess. Das Programm ist umfangreich: Die Volkshochschulen bauen ihr Bildungsangebot weiter aus. Sie setzen gesellschaftliche und bildungspolitische Themen wie Integration, Digitale Teilhabe, Demographischer Wandel und Grundbildung. In den Feldern Personalführung, Infrastrukturplanung sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit legen sie qualitative Standards fest.

Für Monika Nickels, stellvertretende Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Volkshochschulverbandes und Leiterin der Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen, ist die hohe Beteiligung an dem internen Entwicklungsprozess ein positives Zeichen der guten Zusammenarbeit der rheinland-pfälzischen Volkshochschulen: „Mit aktuell 69 Volkshochschulen bilden wir einen starken Verband, der durch diese gemeinsame Zielsetzung noch wirkungsvoller arbeiten wird. In über 30.000 Maßnahmen, mehr als 800.000 Unterrichtsstunden erreichen wir landesweit ca. 400.000 Teilnehmende. Diese Leistung kann sich sehen lassen.“

Die wichtige Rolle der Volkshochschule in der kommunalen Bildungslandschaft seiner Stadt hob Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier, hervor: „Ohne die Volkshochschule wäre die Integration der Flüchtlinge so schnell und erfolgreich nicht möglich gewesen. Der Volkshochschule haben wir es zu verdanken, dass wir durch Themen wie Alphabetisierung, politische, berufliche und kulturelle Bildung in unserer Kommune die Gesellschaft gestalten können.“

In seinem Grußwort unterstrich Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur die hohe Bedeutung der Volkshochschulen in den aktuellen Zeiten großer gesellschaftlicher Umwälzungen. „Die Volkshochschulen haben sich mit ihren Angeboten, die weit über die Integrationskurse hinausgehen, als ein wichtiger und verlässlicher Partner für Land und Kommunen erwiesen. Bedarfsgerecht, flexibel und mit großer fachlicher Kompetenz stellen sie sich den enormen Herausforderungen. Dafür gilt ihnen unser Dank und unsere Anerkennung – aber auch unsere Unterstützung!“

„Chancen und Herausforderungen der Volkshochschulen: Warum ist Organisationsentwicklung wichtig?“ – diese Frage diskutierten in Trier die Vertreterinnen und Vertreter der Volkshochschulen gemeinsam mit Gästen aus der Wissenschaft, der kommunalen Spitzenverbände und der vhs-Praxis.

Prof. Dr. Henning Pätzold, Universität Koblenz, erklärte, dass Organisationen stets verändern müssen, um Bestand zu haben und unterstrich: „Die organisationale Anforderung der Veränderung und Anpassung – sei sie ökonomisch, sozial oder anderer Art – verbindet sich mit der identitätsstiftenden Verpflichtung der Volkshochschulen auf Bildung.“

Elke Hohmann, Leiterin der Volkshochschule Hanau, berichtete von ihren Erfahrungen aus dem hessischen Landesverband und verwies vor allem auf die große Chance, Entwicklungsprozesse im Verbund vorantreiben zu können. „Es gilt gerade jetzt in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, die Stellung der Volkshochschulen im Land und in den Kommunen zu festigen. Um ihren Bildungsauftrag für die Menschen in unseren Kommunen kraftvoll zu gestalten, haben die Volkshochschulen unsere volle Unterstützung“, unterstrich auch Harald Pitzer vom Landkreistag Rheinland-Pfalz.

 

 

21.03.2017 

„Epochen und Episoden“

Volkshochschulen legen zum zehnten Mal Broschüre mit Begleitprogramm zum Kultursommer Rheinland-Pfalz vor

Mainz, 21.03.2017. „Epochen und Episoden“ lautet das diesjährige Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Passend dazu haben die rheinland-pfälzischen Volkshochschulen wieder ein breit gefächertes Begleitprogramm aufgelegt. Mit insgesamt rund 70 Veranstaltungen beteiligen sich in diesem Jahr landesweit 23 Volkshochschulen an dem Programm.

„Ich freue mich, dass die Volkshochschulen des Landes dieses Motto wieder mit eigenen Veranstaltungen begleiten, schließlich greift es doch vor allem auf jene Epoche zurück, in der Bildung für alle erstmals zum Programm wurde“, schreibt Minister Prof. Konrad Wolf in seinem Vorwort.

Die Vielfalt in Vorträgen, Workshops, Exkursionen und Seminaren ist groß. Die Volkshochschulen haben sich in ganz unterschiedlichen Veranstaltungen der Betrachtung von Ursache und Wirkung der Reformation genähert: historische und philosophische Überlegungen zur Epoche, Vorträge und Seminare zu Martin Luther, Sebastian Münster oder Franz von Sickingen und Studienreisen zu einzelnen wichtigen Orten der Reformation wie Worms, Speyer oder die Ebernburg. Eine besondere Rolle kommt auch Luthers Ehefrau Katarina von Bora zu, ihr Einfluss auf Luther, aber auch die heutige Aktualität ihres Wirkens, wird in Seminaren und Vorträgen reflektiert.

Steffi Rohling, Direktorin des Verbandes der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V. weist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung kultureller, aber auch gesellschaftspolitischer Bildung an Volkshochschulen hin: „Mit ihren Veranstaltungen fördern Volkshochschulen Wissen und Kommunikation über Kultur und Religion, sie fordern Reflexion und Offenheit heraus. So bieten sie auch Orientierung in Politik und Gesellschaft.“

Wichtigster Anlass für das Kultursommermotto ist das Reformationsjubiläum. 1517, also vor genau 500 Jahren, veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen. Damit begann die Reformation – und sie und ihre Folgen haben die Welt in vielfältiger Weise verändert. Auch in Rheinland- Pfalz gibt es einige Orte, die in der Geschichte der Reformation eine bedeutende Rolle spielen. All diese Orte, Ereignisse und Persönlichkeiten werden in den vielfältigen Veranstaltungen der Volkshochschulen aufgegriffen.  Das Motto bietet aber auch Gelegenheit, die Weltreligionen genauer kennenzulernen. Und schafft damit einen sehr aktuellen Bezug zu gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen.

Der Kultursommer Rheinland-Pfalz vereint vom 1. Mai bis zum 3. Oktober über 200 Kulturfestivals und Kulturprojekte unter seinem Dach. Viele von ihnen greifen die Vielfalt des jeweiligen Jahresmottos auf und setzen sie künstlerisch um. Die Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz reflektieren begleitend dazu die zahlreichen Aspekte des Mottos.

Die Broschüre mit dem Begleitprogramm ist ab sofort landesweit in allen Volkshochschulen und beim VHS-Verband in Mainz erhältlich.

 

 

13.02.2017

Wichtiger Schritt zur Zukunftsfähigkeit der Weiterbildung in RLP

Rheinland-Pfälzische Landesregierung plant Erhöhung der Mittel für die allgemeine Weiterbildung

Die Landesorganisationen der Weiterbildung und der Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz starten in das neue Programm 2017. Auch in diesem Jahr sind die Einrichtungen wieder stark gefragt - Integrationskurse, Grundbildungsangebote und Schulungen zur beruflichen Qualifikation sind neben dem breiten Weiterbildungsspektrum zentrale gesellschaftliche Aufgaben.

Dank der geplanten Erhöhung der Förderung der allgemeinen Weiterbildung um 1,3 Millionen Euro, die der Entwurf des Doppelhaushalts 2017/2018 der Landesregierung vorsieht, könnten die Einrichtungen mit mehr Planungssicherheit ihre Aufgaben wahrnehmen. Zur Verfügung stehen sollen den Landesorganisationen der Weiterbildung und dem Landesverband der Volkshochschulen dafür künftig 10,1 Millionen Euro.

„Angesichts der enorm gestiegenen Aufgaben ist die geplante Mittelerhöhung im Doppelhaushalt notwendig und wichtig“, begrüßt Steffi Rohling, Direktorin des Verbandes der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz, diesen ersten Schritt zur Stabilisierung der Finanzierung des Weiterbildungssektors.

Was sehen also die Eckpunkte des Haushaltsentwurfes vor? Der größte Teil der Mittel fließt auch weiterhin mit dann zusätzlichen 800.000 Euro in das reguläre Kursangebot. Diese Aufstockung der Landesförderung unterstützt die Weiterbildungseinrichtungen dabei, das breite Angebotsspektrum für alle Bildungsinteressierten aufrecht zu erhalten und gleichzeitig den zusätzlichen Anforderungen durch einen hohen Bedarf an Sprach- und Orientierungskursen für geflüchtete Menschen gerecht zu werden Wichtig hierfür ist auch der im Entwurf des Doppelhaushaltes vorgesehene Titel zur Sicherung der personellen Infrastruktur mit 180.000 Euro in 2017 und mit 150.000 Euro in 2018, angesichts der stark steigenden Kursangebote im Bereich Integration, die das Weiterbildungspersonal in Organisation und Verwaltung enorm beanspruchen.

Erstmals setzt die Landesregierung einen Förderakzent auf das Digitale Lernen in der Weiterbildung. Mit 150.000 Euro will sie damit den Einsatz und die Erprobung neuer Lernangebote fördern und die Schaffung der dafür notwendigen Infrastruktur ermöglichen. Die Landesorganisationen der Weiterbildung sowie die Volkshochschulen in Rheinland-Pfalz nutzen bereits die vielfältigen Möglichkeiten der erweiterten Lernwelten. Ein Ausbau dieser medialen Lehr- und Lernformen sowie eine Infrastrukturförderung allerdings sind dringend notwendig.

Die aktuell geplante finanzielle Unterstützung ist ein wichtiges Signal und Anerkennung der Arbeit aller Volkshochschulen und Mitgliedseinrichtungen der staatlich anerkannten Landesorganisationen in Rheinland-Pfalz. Um zukunftssicher und innovativ bleiben zu können, müssen diesem Schritt der Stabilisierung weitere Schritte des Ausbaus folgen.

Kontakt

Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.

Geschäftsstelle
Hintere Bleiche 38
55116 Mainz
Tel.: 0 61 31 / 2 88 89 0
Fax: 0 61 31 / 2 88 89 30

E-Mail: geschaeftsstelle@vhs-rlp.de

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