Landesverband Rheinland-Pfalz

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Mitgliederversammlung 2011 der rheinland-pfälzischen Volkshochschulen 

Römerberg, 7. Mai 2011. „Nachhaltig leben und die natürlichen Ressourcen schonen wird für uns alle immer wichtiger. Ein tragischer Denkanstoß in diese Richtung war der Reaktorunfall in Fukushima. Aufgabe der Volkshochschulen ist es, durch Bildungsarbeit einen Beitrag zu leisten, damit ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet. Dies ist möglich, wenn die Bürgerinnen und Bürger in ihren Handlungskompetenzen gestärkt werden“ – mit diesen Worten leitete Joachim Mertes, Landtagspräsident und Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Volkshochschulverbandes, die diesjährige Mitgliederversammlung der Volkshochschulen ein, die am 7. Mai 2011 in Römerberg stattfand.

Den Einstieg in das Thema ermöglichte Roland Horne, Leiter der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (LZU) mit seinem Beitrag „Wohlstand in einer begrenzten Welt oder: Wie viel ist genug?“. „So gut wie heute ging es den westlichen Gesellschaften noch nie. Insbesondere in Deutschland läuft die Konjunktur trotz aller weltweiten Unsicherheiten derzeit auf Hochtouren. Dennoch sterben jeden Tag tausende Kinder weltweit aufgrund unzureichender Nahrung oder medizinischer Versorgung, finden in vielen Teilen der Welt Verteilungskämpfe statt und selbst hier geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Ist Wohlstand für alle möglich oder sollten wir uns nicht auch mit der Frage beschäftigen, ab wann es reicht, ab wann unsere tatsächlichen Bedürfnisse gestillt sind?“ regte Horne zum Nachdenken an.

Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hielt einen Vortrag zum Thema „Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit: Potentiale von zukunftsfähigen Technologien und kulturellen Innovationen“. „Es ist gesellschaftlicher Konsens, dass unser Land eine Politik der nachhaltigen Entwicklung braucht. Doch diesem Konsens entspricht kein gesellschaftliches Klima, das auf immer mehr Wachstum und Wohlstand drängt. Deshalb brauchen wir eine gesellschaftliche Debatte über zukunftsfähige Lebens- und Arbeitsformen und nicht zuletzt über die absoluten Grenzen unseres Ressourcenverbrauchs. Zum Handeln aufgefordert sind Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir leben in der Vergangenheit der zukünftigen Generationen und haben ihr Schicksal in der Hand“, so Kopatz. Hier und jetzt sei verantwortungsvolles Handeln gefragt.

Für Landtagspräsident Mertes ist es besonders wichtig, dass die Volkshochschulen praxisnahe und alltagstaugliche Tipps für eine nachhaltige Lebensweise geben, „damit jede und jeder Einzelne einen Beitrag zu einem gesellschaftlichen Wandel leisten kann“, so Mertes.  

Kontakt

Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.

Geschäftsstelle
Hintere Bleiche 38
55116 Mainz
Tel.: 0 61 31 / 2 88 89 0
Fax: 0 61 31 / 2 88 89 30

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